Eine Nacht im Zeichen des Universums
Sonnenfinsternis und Sternschnuppen bei der Langen Nacht der Astronomie am 12. August
Die Lange Nacht der Astronomie findet am 12. August 2026 zum dritten Mal bundesweit statt. Unter dem Motto »Beobachten, staunen, erleben« erwartet Besucher*innen in der ganzen Republik ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr gleich zwei besondere Himmelsereignisse: eine partielle Sonnenfinsternis, die in Teilen Europas sogar total zu sehen ist, sowie der Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Die Lange Nacht der Astronomie, ursprünglich 2014 von der Stiftung Planetarium Berlin ins Leben gerufen, knüpft an die Tradition der Straßenastronomie an, die in Deutschland in den 1950er Jahren populär wurde. Heute ist sie ein gemeinsames Projekt der Stiftung Planetarium Berlin, der Astronomischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und der Vereinigung der Sternfreunde in Kooperation mit zahlreichen Planetarien, Sternwarten und weiteren Institutionen. Gefördert wird die Veranstaltung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Im Zeiss-Großplanetarium in Berlin erwartet Besucher*innen von 17 bis 1 Uhr ein abwechslungsreiches Programm rund um Astronomie und Raumfahrt. Der Eintritt zur Veranstaltung und allen Programmpunkten ist kostenlos. Im Planetariumssaal werden kosmische Entdeckungsreisen mit verschiedenen 30-minütigen Fulldome-Programmen präsentiert. Rund um das Zeiss-Großplanetarium laden zahlreiche interaktive Mitmachaktionen zum Entdecken ein – von Bastelstationen über Teleskop-Beobachtungen und Vorträge bis hin zum mobilen Planetarium INTENSE. Im Kinosaal und im Foyer werden Live-Übertragungen der Sonnenfinsternis aus Spanien gezeigt, ergänzt durch Beiträge von Expert*innen zu aktuellen Themen der Astronomie sowie Live-Schalten zu verschiedenen Veranstaltungsorten. Auf diese Weise wird es ermöglicht, die Lange Nacht der Astronomie auch digital in ganz Deutschland mitzuerleben. Ein gastronomisches Angebot rundet das Veranstaltungserlebnis vor Ort ab.
Besonders außergewöhnlich wird die diesjährige Veranstaltung durch gleich zwei astronomische Highlights: Am Tag ist in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten, die in Teilen Europas sogar total verläuft, sowie in der Nacht der Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms. Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 begleitet in Deutschland den Sonnenuntergang. Während die Totalitätszone von der Arktis über Island und die Iberische Halbinsel bis ins westliche Mittelmeer verläuft, ist hierzulande eine partielle Verfinsterung zu sehen. In Berlin beginnt die partielle Sonnenfinsternis um 19:15 Uhr, erreicht um 20:08 Uhr ihre maximale Bedeckung und endet gegen 20:37 Uhr mit dem Sonnenuntergang. Dabei werden bis zu rund 85 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Je weiter südlich und westlich der Beobachtungsort liegt, desto größer fällt die Bedeckung aus. In weiten Teilen Spaniens ist hingegen eine totale Sonnenfinsternis zu erleben: Je nach Beobachtungsort beginnt die partielle Phase gegen 19:30 Uhr, die Totalität setzt zwischen 20:26 und 20:30 Uhr ein und dauert bis etwa 20:33 Uhr. Die partielle Phase endet schließlich zwischen 21:10 und 21:25 Uhr. Nur wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihr Maximum. Der bekannteste Sternschnuppenstrom des Jahres verdankt seinen Namen dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung die Meteore scheinbar über den Himmel ziehen. Unter optimalen Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten. Da in diesem Jahr Neumond herrscht, sind die Beobachtungsbedingungen besonders günstig.
Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, sagt: »Die Lange Nacht der Astronomie lädt dazu ein, den Blick bewusst vom Alltag zu lösen und ihn in den Himmel zu richten. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Expertise mit der Freude am gemeinsamen Entdecken und Staunen. Unser Ziel ist es, Menschen in ganz Deutschland zu ermutigen, nach oben zu schauen und sich von der Faszination des Universums begeistern zu lassen.«
Weitere Informationen zur Langen Nacht der Astronomie 2026 sowie eine Übersicht aller teilnehmenden Einrichtungen und Programme findet ihr hier: www.lange-nacht-der-astronomie.de