Erfahrungsbericht einer FÖJlerin: Zwischen Premieren, Wiki-Pflege und Moderation
Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Bildungsabteilung der Stiftung Planetarium Berlin
Was? Ein FÖJ im Planetarium?
Vielleicht klingt es im ersten Moment ein wenig absurd. Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in einem Planetarium? Wie soll das denn gehen? Was macht man denn da? Und was ist das überhaupt, ein freiwilliges Jahr? Was soll das bringen? Nun, wenn dir diese oder ähnliche Fragen durch den Kopf geschossen sind, dann möchte ich dir hiermit ein paar Klarheiten verschaffen. Ich bin Frauke und habe ein Jahr lang in der Bildungsabteilung der Stiftung Planetarium Berlin gearbeitet.
Was ist das FÖJ überhaupt?
Das FÖJ gehört zu den Jugendfreiwilligendiensten, zu denen auch das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) gehört. Hier können Menschen, die bis zu 25 Jahre alt sind und die Schule abgeschlossen haben, ein Jahr lang in den vielfältigsten Einsatzstellen arbeiten. Beim FÖJ liegt dabei der Fokus vor allem auf dem Einsatz für Natur und Umwelt. Es bietet sich also gerade an, wenn man nach der Schule noch ein paar Erfahrungen sammeln möchte. Man fährt auch mit anderen Freiwilligen auf Seminare, in denen man viel über Natur und Umwelt lernt.
Und was hat jetzt das Planetarium damit zu tun?
Nun, auch wenn es vielleicht im ersten Moment etwas abwegig klingt, auch im Planetarium wird Natur- und Umweltschutz großgeschrieben. Hier geht es vor allem darum, die Menschen zu bilden und für unseren Planeten zu sensibilisieren, indem wir zeigen, wie anders und fremd uns das Weltall trotz aller Faszination ist. Dabei könnt ihr das sowohl in unserer Bildungsabteilung als auch in unserer Marketing- und Kommunikationsabteilung tun. Ich habe mein Jahr in der Bildungsabteilung verbracht und eine Menge wunderschöner Erlebnisse gehabt und viele Erfahrungen gesammelt.
Tätigkeiten
Die Arbeit in der Bildungsabteilung ist unglaublich vielfältig. Auch wenn es einige Aufgaben gibt, die Kerntätigkeiten sind, hatte ich die Möglichkeit, mich tief in die Gebiete einzuarbeiten, für die ich mich ganz besonders interessiert habe. Einige, aber bei weitem nicht alle, Tätigkeiten umfassen beispielsweise das Bereitstellen und Testen von Workshop- und Bastelmaterialien. Gerade für die Lange Nacht der Astronomie oder Premieren von Veranstaltungen werden viele Stationen für Kinder aufgebaut, die dann beispielsweise Kaleidoskope basteln können. Ich hatte sehr große Freude daran, zwischen der Büroarbeit auch basteln zu können. Eine weitere wichtige Tätigkeit ist die Pflege des E-Mail-Postfachs der Bildung. Hier kommen Anfragen zu verschiedenen Themen, beispielsweise den Podcasts der Stiftung, Himmelserscheinungen oder zu INTENSE, dem mobilen Planetarium. Eine meiner liebsten Tätigkeiten in meinem FÖJ war die Arbeit an unserem Wiki. Das sieht am Ende so aus wie Wikipedia, wie man es kennt. Für Moderator*innen gibt durch dieses Wiki die Möglichkeiten, sich gut auf Veranstaltungen vorbereiten zu können. Selbstverständlich müssen alle Seiten und Bilder, die es dort gibt, ordentlich gepflegt werden. Ich habe viele große Aufgaben rund um die Erstellung neuer Wikiseiten und Dokumentation von Veranstaltungen übernommen. Es war großartig! Falls ihr Lust habt, könnt ihr sogar selbst Veranstaltungen moderieren! Ich habe immer mit großer Freude hinter dem Technikpult gestanden und ich mache das sogar weiter. Aber ihr könnt auch mit Teleskopen arbeiten, euch handwerkliche Kniffe beibringen lassen oder in der Programmierung und Konzeption von Veranstaltungen und Workshops mitarbeiten.
Mein Highlight
Für mich waren die größten Erlebnisse in meinem FÖJ die großen Highlight-Veranstaltungen, wie beispielsweise die Lange Nacht der Astronomie, die Premieren oder auch die Sternschnuppennacht. Zwar nehmen die Vorbereitungen viel Zeit in Anspruch, aber dafür macht das Event selbst dann so viel Spaß, dass ich manchmal vergesse, dass ich eigentlich arbeite. Die glücklichen Gesichter der Besucher*innen sind etwas ganz Besonderes.