A nighttime view of Western Europe © NASA

die kultur der dunkelheit

Zeiss-Großplanetarium

Die Kultur der Dunkelheit

Vorträge mit anschließender Diskussion

Die Betrachtung des Sternhimmels gehört zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. Denn die Beschäftigung mit dem Sternhimmel war notwendig zur Bestimmung der Zeit und zur Erstellung von Kalendern. Die Erforschung der Welt, das Erreichen unbekannter Länder und Kontinente wäre ohne Sternkunde nicht möglich gewesen.

Heute wird wieder verstärkt über Umweltschutz diskutiert. Doch Umwelt wird dabei im Wesentlichen als Luft, Boden und Wasser definiert. Der Himmel spielt keine Rolle. Doch auch die Aufhellung des Nachthimmels hat direkte Konsequenzen für Mensch und Natur, denn das Leben auf der Erde hat sich in Jahrmillionen an den Rhythmus von Helligkeit und Dunkelheit angepasst.

Die Finsternis hat ihren Schrecken verloren, seit der Mensch das Kunstlicht in die Welt getragen hat. Er hat damit Städte geschaffen, die nie schlafen. Fabriken, die rund um die Uhr laufen. Konsumtempel, die niemals schließen. Aber wir brauchen die Dunkelheit!

Tagaktive Tiere sowie Menschen brauchen die Dunkelheit zum Schlafen, Entspannen und Regenerieren. Nachtaktive Tiere brauchen sie für die Nahrungssuche und manche (z. B. Glühwürmchen) sogar für die Fortpflanzung. Pflanzen benötigen den Rhythmus für die Photosynthese. Unser Leben mag heute ohne künstliches Licht nicht mehr vorstellbar sein, doch muss deshalb Alles in einem endlosen 24-Stunden-Tag erleuchtet werden?

Worin liegt die Kraft der Dunkelheit, warum hat sie Kunst und Kultur schon immer fasziniert? Welche kulturellen Veränderungen gibt es, wenn die Dunkelheit verschwindet? Warum brauchen wir eine neue Kultur der Dunkelheit?

Nach einleitenden Vorträgen diskutieren, auf Einladung des Zeiss-Großplanetariums und des Deutschen Kulturrates:

  • Tim Florian Horn (Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin)
  • Dr. Andreas Hänel (ehemaliger Leiter des Planetarium Osnabrück und Sprecher der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternfreunde e.V.)
  • Dr. Sibylle Schroer (Leibniz-Institut für Gewässerökologie, forscht zum Thema „Licht in der Nacht“ und den Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft)
  • Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates)
  • Sabrina Hölzer (Regisseurin, Künstlerin)

Moderation: Harald Asel (Inforadio rbb)

In Kooperation mit Deutscher Kulturrat e.V.

Bild © NASA

Informationen

150 Minuten | ab 12 Jahre | Eintritt frei

Anmeldung unter info@planetarium.berlin

Tickets für Rollstuhlfahrer*innen und deren Begleitpersonen (es gibt sicherheitsbedingt fest vorgesehene Plätze), Familienkarten, Gruppenermäßigungen und Rabatte/Freikarten im Rahmen von Kooperationen (z.B. Berliner Familienpass) können nicht im Onlineshop gebucht werden, sondern sind nur vor Ort an der Kasse erhältlich. Eine Erstattung von etwaigen Differenzen, die sich aus dem Kauf regulärer Online-Tickets ergeben, ist ausgeschlossen. Bitte reservieren Sie über unsere Ticket-Hotline:

Tel +49 30 421845-10
(Mo bis Fr 9 – 16 Uhr | Sa, So 10 – 17 Uhr)
info@planetarium.berlin

Planetariumssaal
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